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Erster Stolperstein in Erfurt: Ein neuer Schritt im Gedenken
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Erster Stolperstein in Erfurt: Ein neuer Schritt im Gedenken

Erfurt, die Landeshauptstadt Thüringens, bekommt eine neue Form des Gedenkens. Am 31. Mai 2024 um 14 Uhr wird im Rahmen des 103. Deutschen Katholikentags in der Trommsdorffstraße 5 der erste Stolperstein der Stadt verlegt. Dieser erinnert an den jüdischen Kaufmann Karl Klaar, der dort wohnte und ein Geschäft betrieb. Gedenkbeschluss und Bedeutung der Stolpersteine Der Erfurter Stadtrat beschloss am 27. September 2023, das öffentliche Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur auch durch Stolpersteine zu erweitern. Zuvor wurden bereits neun Denknadeln im Stadtgebiet aufgestellt, die an die Bewohnerinnen und Bewohner Erfurts erinnern, die als Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen vertrieben, verhaftet und getötet wurden. Oberbürgermeister Andreas Bausewein erklärte bei einer Pressekonferenz: „Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist eine, wenn nicht die wichtigste Generationenaufgabe. Die Stolpersteine haben sich bundesweit als sichtbare Form des Gedenkens etabliert. Ich freue mich, dass wir nun so in Erfurt an das Gedenken durch unsere Denknadeln anknüpfen.“ Das Konzept der Stolpersteine Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig erfunden und werden von seiner Stiftung betreut. Mit über 100.000 verlegten Steinen (Stand 2023) gelten sie als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Die Stolpersteine machen die Spuren des nationalsozialistischen Terrors an den Wohnorten der Opfer sichtbar und erinnern an das Leid, das ihnen widerfuhr. Die glänzenden, ins Pflaster eingelassenen Steine sind aus vielen Städten bereits bekannt und werden vor den Häusern der Opfer verlegt. Erster Stolperstein für Karl Klaar Der erste Stolperstein in Erfurt wird von Gunter Demnig persönlich verlegt und erinnert an Karl Klaar, geboren am 10. Juli 1890. Der jüdische Kaufmann betrieb die „Erfurter Tapisserie-Manufaktur Klaar und Schloss“ in der Trommsdorffstraße 5. Klaar wurde ab 1930 in mehrere Heilanstalten eingewiesen und am 28. November 1940 im Rahmen der Aktion T4 in Bernburg ermordet. Prof. Dr. Julia Knop vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken betonte: „Mit der Verlegung des ersten Stolpersteins in Erfurt will der Katholikentag ein deutliches Zeichen setzen. Es ist uns wichtig, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Gerade jetzt, in Zeiten des in ganz Deutschland wiedererstarkenden Antisemitismus, dürfen wir darin nicht nachlassen.“ Beteiligung der Stadtgesellschaft Im Rahmen der Recherchearbeit konnten Angehörige von Karl Klaar in Chile ausfindig gemacht werden. Valeria Navarro Rosenblatt, Klaars Urgroßnichte, berichtete aus Chile, wie sehr ihre Familie von der Nachricht der Stolpersteinverlegung berührt sei. Schülerinnen und Schüler der gegenüberliegenden Edith-Stein-Schule werden zum Verlegungstermin biografische Daten aus Klaars Leben vortragen und die Pflegepatenschaft für den Stolperstein übernehmen. Zukunftspläne und Bürgerbeteiligung Die Stadtverwaltung Erfurt lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen am 23. Mai 2024 um 17 Uhr in die Kleine Synagoge ein, um über die zukünftige Koordination der Stolpersteinverlegungen zu informieren. Gesucht wird ein zentraler Ansprechpartner, der zukünftige Verlegungen zwischen Antragstellern, Nachfahren und Stadt koordiniert, eine Übersicht der Stolpersteine aktuell hält und Pflegepatenschaften vergibt. Dieses Modell der zivilgesellschaftlichen Beteiligung wird bereits in vielen anderen Städten erfolgreich praktiziert. Die Stadtverwaltung Erfurt wird diesen Prozess aktiv begleiten und unterstützen. Foto: Katja Demnig

Kuratorin Marit Lena Herrmann führt durch Mahler-Ausstellung in der Kunsthalle
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Kuratorin Marit Lena Herrmann führt durch Mahler-Ausstellung in der Kunsthalle

Am Donnerstag, dem 23. Mai 2024, lädt die Kunsthalle zu einer besonderen Führung durch die Ausstellung „Ute Mahler, Werner Mahler & Ludwig Schirmer. An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt“ ein. Die Führung beginnt um 18:00 Uhr und wird von Marit Lena Herrmann geleitet, die nicht nur die Kuratorin dieser Ausstellung ist, sondern seit 2021 auch als Projektmanagerin für das „Werkverzeichnis Ute Mahler und Werner Mahler“ tätig ist. Die Ausstellung schließt am darauffolgenden Sonntag, dem 26. Mai, mit einer letzten öffentlichen Führung um 11:15 Uhr. Bedeutende Fotografen der deutschen Kunstszene Ute Mahler, geboren 1949 in Berka, und Werner Mahler, geboren 1950 in Boßdorf, sind zwei der herausragenden deutschen Fotografen. Beide gründeten 1990 die renommierte Fotoagentur Ostkreuz, die als die erfolgreichste selbstgeführte Fotoagentur Deutschlands gilt. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine humanistische Sichtweise und eine starke Bindung zum Realismus aus, gleichzeitig tragen sie stets eine subjektive Note. Titel und Inhalte der Ausstellung Der poetische Ausstellungstitel „An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt“ kombiniert die Namen der Werkgruppen der Fotografen Ute und Werner Mahler. Seit 2008 arbeiten sie als gemeinsames Autorenteam und ihre Fotoprojekte sind in dieser Ausstellung vereint. Zusätzlich wird „Ein Dorf“, ein neues Projekt mit Fotografien von Ludwig Schirmer, Werner Mahler und Ute Mahler, als eine Art Ausstellung in der Ausstellung gezeigt. Förderer der Ausstellung Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, der Sparkasse Mittelthüringen sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Foto:Marit Lena Herrmann zur Pressekonferenz in der Kunsthalle; ©Stadtverwaltung Erfurt/Dirk Urban: Marit Lena Herrmann bei der Pressekonferenz in der Kunsthalle; © Stadtverwaltung Erfurt/Dirk Urban.

Horst Wagner präsentiert Werke im Benary-Speicher Erfurt
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Horst Wagner präsentiert Werke im Benary-Speicher Erfurt

Horst Wagner, ein renommierter Maler und Grafiker aus Erfurt, stellt seine Kunst ab dem 17. Mai 2024 im Druckereimuseum und Schaudepot im Benary-Speicher Erfurt aus. Die Ausstellung trägt den Titel „Zwischen Realität und Romantik. Menschenbilder von Horst Wagner in Malerei und Grafik“ und beleuchtet die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen und technischer Entwicklungen auf die Menschen der Gegenwart. Thematische Ausrichtung und Inspirationsquellen In seinen Werken setzt sich Wagner intensiv mit dem Sinn des menschlichen Strebens auseinander, insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Klima- und Umweltprobleme. Viele seiner Arbeiten stehen in Bezug zur Malerei der Romantik, insbesondere zu den Werken Caspar David Friedrichs. Wagner überträgt die Themen der Romantik in die visuelle Sprache der Gegenwart, um Parallelen zwischen den großen Veränderungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und den aktuellen globalen Umwälzungen aufzuzeigen. Seine Landschaften reflektieren Verfall und die Überreste industrieller Bauten, während die menschlichen Figuren in ihrer Beziehung zur Umwelt dargestellt werden. Eröffnung und Begleitprogramm Die Ausstellung wird am 16. Mai 2024 um 18:30 Uhr eröffnet. Besucherinnen und Besucher haben bis zum 28. März 2025 die Möglichkeit, die Werke zu besichtigen. Im Rahmen der Ausstellung werden Führungen und Gespräche mit Horst Wagner angeboten. Interessierte können die Ausstellung in der Brühler Straße 37 nach Voranmeldung unter der Telefonnummer 0361 655-5621 oder per E-Mail an restaurierungswerkstaetten@erfurt.de besuchen. Öffentliche Führungen finden im Rahmen von Veranstaltungen statt, beispielsweise zur Langen Nacht der Museen am 24. Mai 2024 von 18:00 bis 23:00 Uhr. Bei der Führung um 21:30 Uhr wird der Künstler persönlich anwesend sein. Bild: Paar beim Betrachten des Mondes 2020 Öl, Leinwand 80 x 60 cm, Horst Wagner

Angermuseum präsentiert die Kunst des Leipziger Malers Heinz Zander
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Angermuseum präsentiert die Kunst des Leipziger Malers Heinz Zander

Am Samstag, dem 11. Mai 2024, um 16 Uhr, öffnet das Angermuseum Erfurt seine Pforten für die Sonderausstellung „Heinz Zander. Zeit und Traum“. Diese Ausstellung widmet sich dem Werk des Leipziger Malers, Zeichners und Grafikers Heinz Zander, einem bedeutenden Vertreter der Leipziger Schule. Die Eröffnung beginnt mit einer Begrüßung durch Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunstmuseen Erfurt, gefolgt von einer Einführung durch die Kuratorin Cornelia Nowak. Die Vernissage wird musikalisch von Cello- und Harfenklängen begleitet. Umfangreiche Sammlung im Angermuseum Heinz Zander, geboren 1939 in Wolfen, schuf in den Jahren 1981/82 zwei bedeutende Gemälde für Erfurt: das „Luther-Triptychon“ und „Das Tolle Jahr von Erfurt“. Diese Werke, zusammen mit zahlreichen Zeichnungen und Druckgrafiken, bilden den Kernbestand der Sammlungen des Angermuseums. Anlässlich seines 85. Geburtstags am 2. Oktober 2024 zeigt die Ausstellung erstmals den kompletten Zander-Bestand des Museums, ergänzt durch zahlreiche Leihgaben. Insgesamt umfasst die retrospektive Schau 135 Werke aus fast sechs Jahrzehnten, mit einem besonderen Fokus auf das Frühwerk des Künstlers. Ein Künstler von großem erzählerischem Talent „Zander ist ein Künstler mit großem erzählerischem Talent, einer unverwechselbaren bildnerischen Einbildungskraft und einem besonderen Interesse für die Umbruchszeit der deutschen Geschichte im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit“, erklärt Prof. Dr. Kai Uwe Schierz. Zanders Kunst ist geprägt von zahlreichen Anspielungen und Metaphern und nutzt reichlich die Mittel der Satire und der Übertreibung. Unterstützung und Kooperationen Die Ausstellung wird durch 18 private und institutionelle Leihgeber aus Thüringen, Sachsen und Berlin unterstützt. In enger Kooperation mit der Galerie Thoms, Mühlhausen/Thüringen, wurde die opulente Werkschau realisiert. Finanziell gefördert wird das Projekt durch die Sparkassenstiftung Erfurt und den Verein Freunde des Angermuseums e. V. Begleitprogramm zur Ausstellung Ein vielfältiges Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Neben Vorträgen und Führungen findet ein Vorlese-Abend für Erwachsene statt, bei dem die Erfurter Autorin und Verlegerin Julia Kulewatz aus Heinz Zanders „Märchen von eines prächtigen Königs wunderbarer Wanderschaft“ (vor 1976) lesen wird. Ihr eigenes literarisches Schaffen wird ebenfalls Thema des Abends sein, moderiert von Prof. Dr. Kai Uwe Schierz. Die Kunsthistoriker Peter Arlt und Gerd Lindner beleuchten in ihren Vorträgen die Kunst Heinz Zanders aus unterschiedlichen Perspektiven. In Kooperation mit der Imago Kunst- und Designschule e. V. werden drei Kreativkurse angeboten, in denen die Teilnehmenden intensiv mit Zanders Kunst und diversen künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten arbeiten können. Erste Ergebnisse dieser Kurse werden bereits zur Langen Nacht der Museen am 24. Mai im Foyer des Angermuseums präsentiert. Ausstellungskatalog Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog erschienen, herausgegeben von Cornelia Nowak und Prof. Dr. Kai Uwe Schierz. Der Katalog „Heinz Zander – Zeit und Traum. Malerei und Grafik 1964–2023“ enthält Abbildungen aller ausgestellten Werke sowie Texte von Peter Arlt, Hans Bruckschlegel, Gerd Lindner, Cornelia Nowak, Thomas von Taschitzki und Heinz Zander. Ergänzt wird der Katalog durch eine ausführliche Biografie des Künstlers. Er ist für 30,00 Euro an der Kasse des Angermuseums erhältlich. Fotos: Stadtverwaltung Erfurt/Anja Schultz

Virtuell rekonstruierte Große Synagoge Erfurt als deutscher Beitrag für digitales europäisches Kulturerbe ausgewählt
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Virtuell rekonstruierte Große Synagoge Erfurt als deutscher Beitrag für digitales europäisches Kulturerbe ausgewählt

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, hat die Große Synagoge Erfurt und die alte Synagoge am Michelsberg in Wiesbaden als deutsche Beiträge für die europäische Kampagne „Twin it! 3D for Europe’s Culture“ ausgewählt. Diese Kampagne würdigt die herausragende technische Qualität und die europäische Bedeutung von 3D-digitalisierten Kulturerbeobjekten. Beide Synagogen wurden im Novemberpogrom 1938 zerstört und 2021 virtuell rekonstruiert. Historische Bedeutung der Synagogen Die Große Synagoge Erfurt und die alte Synagoge am Michelsberg in Wiesbaden waren beeindruckende Bauwerke im maurischen Stil, errichtet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie symbolisierten das Selbstbewusstsein und den Aufstieg der jüdischen Gemeinschaften nach Jahrhunderten der Diskriminierung und Unterdrückung. Die Zerstörung dieser Zentren jüdischen Lebens durch die Nationalsozialisten bedeutete auch einen Angriff auf gesellschaftlichen Fortschritt, Kultur und Vielfalt. Virtuelle Rekonstruktion als europäisches Kulturerbe „Mit der Auszeichnung als 3D-digitalisiertes Kulturerbe für Twin it! wird die bedeutende jüdische Stadtgeschichte auf europäischer Ebene sichtbar“, so Dr. Annegret Schüle, Projektleiterin im Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt. Die Rekonstruktion der Synagoge erfolgte in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Erfurt, der Universität Erfurt und der Universität Jena/Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek. Das Projekt wurde in drei Formaten umgesetzt: als 3D-Webmodell, als Virtual Reality (VR) und als haptisches Denkmal am historischen Standort. Die Thüringer Staatskanzlei förderte das Projekt. Oberbürgermeister Andreas Bausewein betonte, dass die Entscheidung von Claudia Roth eine „weitere Auszeichnung für die städtische Erinnerungskultur nach dem Welterbetitel für das mittelalterliche jüdische Leben“ darstellt. Präsentation in Brüssel und online Am 14. Mai 2024 werden die nationalen Beiträge für Twin it! im Rahmen des belgischen EU-Ratsvorsitzes in Brüssel der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Beiträge werden dauerhaft im Kulturportal Europeana und in der Online-Sammlung der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert. Diese Plattformen stellen die aufbereiteten Daten der Projektträger für die europäische Ebene bereit. Die Große Synagoge Erfurt auf Europeana: Virtuelle 3D-Rekonstruktion der Großen Synagoge Erfurt Liste aller von den EU-Staaten für Twin it! eingereichten Beiträge: Discover the heritage gems submitted to the Twin it! 3D for Europe’s culture campaign Bild: Vorderansicht der virtuell rekonstruierten Großen Synagoge Erfurt Digitalisierung: © Fachhochschule Erfurt

Ausstellung von Jusche Fret im Schlossmuseum Molsdorf wird eröffnet
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Ausstellung von Jusche Fret im Schlossmuseum Molsdorf wird eröffnet

Am Samstag, dem 18. Mai 2024, wird um 16 Uhr im Turmzimmer des Schlossmuseums Molsdorf die neue Ausstellung „Diesseits. Der besondere Planet. Arbeiten auf und aus Papier“ feierlich eröffnet. Die Leipziger Künstlerin Jusche Fret präsentiert in dieser Ausstellung eine beeindruckende Sammlung ihrer Collagen, Zeichnungen, Druckgrafiken und einige ihrer einzigartigen Figuren aus Pappmaché. Zur Eröffnung wird Jusche Fret persönlich anwesend sein und sich mit Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, dem Direktor der Erfurter Kunstmuseen, über ihre Werke unterhalten. Diese Gelegenheit bietet den Besuchern die Chance, tiefere Einblicke in die kreativen Prozesse und Inspirationen der Künstlerin zu gewinnen. Die Ausstellung wird bis zum 29. November 2024 zugänglich sein. Jusche Frets Werke zeichnen sich durch ihre fantastischen und fantasievollen Darstellungen aus, die eine Wiederverzauberung des Planeten Erde thematisieren. Ihre Kunst ist bevölkert von einer Vielzahl von Lebewesen, die „kreuchen und fleuchen“ und zeugt von einem tiefen Verständnis und Humor für das Menschliche, Tierische und Pflanzliche. Über die Künstlerin Jusche Fret, geboren 1967 in Leipzig, begann ihre künstlerische Laufbahn nach einer Ausbildung zur Herrenmaßschneiderin an der Oper Leipzig und einem Studium an den Hochschulen für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg sowie für Grafik und Buchkunst Leipzig. Ihr Diplom legte sie 2001 bei Prof. Volker Pfüller ab. Seitdem arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin, Zeichnerin und Grafikerin, hauptsächlich für Verlage. In den Jahren 2007 und 2008 war sie zudem als Kostümbildnerin und Figurengestalterin für die „Kleine Bühne Naumburg“ tätig. Seit 2016 widmet sie sich vor allem unabhängigen Projekten im grafischen und figürlichen Bereich. Jusche Fret hatte zudem von 2009 bis 2023 einen Lehrauftrag für Historische Schriftformen an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fachbereich Theaterplastik und -malerei und bis 2014 auch an der Fachhochschule Dresden. Sie lebt und arbeitet in Leipzig. Begleitprogramm der Thüringer Schlössertage Die Eröffnung der Ausstellung ist Teil des Programms der diesjährigen Thüringer Schlössertage „Aufgepeppt! Von der Burg zum Schloss“. Vom 17. bis 20. Mai werden täglich von 10 bis 17 Uhr zur vollen Stunde Führungen durch die repräsentativen Schlossräume angeboten. Am Samstag, dem 18. Mai, findet um 14 Uhr eine Themenführung zu Graf Gotter statt, gefolgt von einem Schlosskonzert des Kammermusikvereins Thüringen e. V. um 19 Uhr. Am Sonntag, dem 19. Mai, wird um 15 Uhr zur Themenführung „Die Burg im Schloss Molsdorf. Eine Spurensuche“ und um 16 Uhr zu einem Klavierkonzert von Maria Khokhlova eingeladen. Bild: „Metamorphose XII / Odem“, Collage – Tusche, Holzschnitt, Papiere, 2018; © Jusche Fret, VG Bild Kunst 2024

Der Bahnhof als Tor zur Welt: Die Herausforderung verfallener und veralteter Bahnhöfe
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Der Bahnhof als Tor zur Welt: Die Herausforderung verfallener und veralteter Bahnhöfe

Bahnhöfe sind seit jeher mehr als nur Verkehrsknotenpunkte. Sie sind das Tor zur Welt, Ausgangspunkt für Abenteuer und Entdeckungen, und oftmals das erste, was Reisende von einer Stadt sehen. Doch während einige Bahnhöfe in neuem Glanz erstrahlen und moderne Funktionalität bieten, gibt es viele, die verfallen oder veraltet sind. Diese Bahnhöfe stehen vor großen Herausforderungen, bieten aber auch immense Chancen zur Revitalisierung und Neubelebung. Der Zustand vieler Bahnhöfe: Ein Spiegel der Zeit Viele Bahnhöfe, die einst als architektonische Meisterwerke und Symbole des Fortschritts galten, sind heute in einem schlechten Zustand. Die Gründe dafür sind vielfältig: Mangelnde Wartung: Über die Jahre hinweg wurden viele Bahnhöfe vernachlässigt, da die Mittel für ihre Instandhaltung fehlten oder anderweitig verwendet wurden. Strukturelle Probleme: Alte Gebäude haben häufig mit strukturellen Schäden wie maroden Dächern, rissigen Wänden und veralteten Installationen zu kämpfen. Sinkende Passagierzahlen: In einigen Regionen sind die Passagierzahlen drastisch gesunken, was dazu führte, dass weniger in die Erhaltung und Modernisierung der Bahnhöfe investiert wurde. Veränderter Verkehr: Der Wandel im Verkehrswesen, einschließlich der Zunahme des Autoverkehrs und neuer Transportmittel, hat dazu geführt, dass viele Bahnhöfe an Bedeutung verloren haben. Die Bedeutung der Bahnhöfe Bahnhöfe sind mehr als nur Orte, an denen Züge halten. Sie sind historische und kulturelle Wahrzeichen, Treffpunkte und oft das Herz der städtischen Infrastruktur. Ein gut erhaltener und moderner Bahnhof kann das Image einer Stadt erheblich verbessern und als Motor für wirtschaftliche Entwicklung und Tourismus dienen. Chancen zur Revitalisierung Trotz der Herausforderungen bieten verfallene und veraltete Bahnhöfe enorme Potenziale: Historische Renovierung: Viele Bahnhöfe besitzen architektonische und historische Werte, die es zu bewahren gilt. Eine behutsame Restaurierung kann diese Gebäude zu kulturellen Anziehungspunkten machen. Moderne Anpassungen: Durch die Integration moderner Technologien und Dienstleistungen können Bahnhöfe an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst werden. Dies umfasst schnelles WLAN, moderne Wartebereiche und nachhaltige Energiekonzepte. Nutzungskonzepte: Neben ihrer Funktion als Verkehrsknotenpunkte können Bahnhöfe multifunktional genutzt werden. Denkbar sind etwa Einkaufszentren, Büroflächen, Kulturzentren oder gastronomische Einrichtungen. Gemeinschaftsprojekte: Die Einbindung der lokalen Gemeinschaft in die Planung und Umsetzung von Renovierungsprojekten kann das Bewusstsein für die Bedeutung der Bahnhöfe stärken und die Akzeptanz fördern. Erfolgreiche Beispiele Es gibt zahlreiche erfolgreiche Beispiele für die Revitalisierung alter Bahnhöfe: Leipzig Hauptbahnhof: Einer der größten Kopfbahnhöfe Europas wurde umfassend renoviert und beherbergt heute ein Einkaufszentrum, das „Promenaden Hauptbahnhof“, sowie zahlreiche Dienstleistungsangebote. St. Pancras Station, London: Diese ikonische Station wurde aufwendig restauriert und modernisiert, wobei der historische Charme bewahrt blieb. Heute ist sie ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ein architektonisches Highlight. Fazit Die Modernisierung und Revitalisierung verfallener und veralteter Bahnhöfe ist eine Herausforderung, die jedoch große Chancen bietet. Durch innovative Konzepte, die sowohl historische Werte bewahren als auch moderne Anforderungen erfüllen, können Bahnhöfe wieder zu bedeutenden Dreh- und Angelpunkten werden. Sie können das Tor zur Welt bleiben, das sie immer waren – und dabei eine neue, lebendige Zukunft erfahren.

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Weniger Plastik auf dem Erfurter Wochenmarkt
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Weniger Plastik auf dem Erfurter Wochenmarkt

Am Freitag, dem 10. Mai 2024, wird eine Initiative auf dem Erfurter Wochenmarkt ergriffen, um den Einsatz von Einwegplastik zu reduzieren. Anstelle der herkömmlichen Plastiktüten sollen an den Ständen Stoffbeutel und Papiertüten an die Kundschaft ausgegeben werden. Dies ist Teil des Projekts „Erfurt auf dem Mehrweg“, das darauf abzielt, die Nutzung von Plastik zu verringern. „Plastiktüten werden im Durchschnitt nur etwa 25 Minuten lang genutzt, benötigen aber mehrere Hundert Jahre, um zu verrotten. Im Meer gelangt der zerriebene Plastikmüll in die Nahrungskette und so auch in unsere Körper,“ mahnt Andreas Horn, der zuständige Beigeordnete für Sicherheit, Umwelt und Sport. Die ausgegebenen Papiertüten an den Ständen können nach dem Transport der Einkäufe als Biomüll-Tüten weiterverwendet und schließlich auf dem Kompost entsorgt werden. Die Stoffbeutel hingegen sind langlebiger und können bei vielen weiteren Einkäufen eine „tragende Rolle“ spielen. Ein Infostand der Stadt bietet an diesem Tag die Gelegenheit, sich intensiver mit diesen Themen zu befassen. Das Ziel ist es, die Kundschaft um Unterstützung zu bitten, um Ressourcen zu schonen, die Umwelt nicht weiter zu belasten und letztendlich die Stadt sauber zu halten. Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Katrin Kaiser BU: Stoffbeutel und Papiertüten sollen umweltschädliche Plastiktüten ersetzen.

Aktion im Vorfeld der Ausstellung „Next Generation #1“
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Aktion im Vorfeld der Ausstellung „Next Generation #1“

Der renommierte Weimarer Künstler Tommy Neuwirth wird am Montag, dem 13. Mai 2024, eine besondere Aktion unter dem Motto „realer wird’s nicht“ durchführen. Mit seinem mobilen „real“-Schild wird er von Weimar nach Erfurt ziehen. Die Route führt von Weimar über Tröbsdorf, Hopfgarten, Vieselbach und Kerspleben nach Erfurt. Das Ziel dieser außergewöhnlichen Reise ist die Kunsthalle Erfurt, wo die Leuchtschrift als Teil der Ausstellung „Next Generation #1“ vom 23. Juni bis zum 11. August zu bewundern sein wird. Die offizielle Eröffnung ist für den 22. Juni um 18 Uhr geplant. Die ausgediente Leuchtschrift der nicht mehr existierenden Supermarktkette „real“ war bereits beim Kunstfest 2023 in Thüringen zu sehen. Seit 2020 integriert Tommy Neuwirth das real-Logo in seine Kunstwerke. Entlang der Zugstrecke Weimar-Erfurt und dem Goethe-Radweg wird Tommy Neuwirth unterwegs sein. Jeder, der ihn und das Schild entdeckt, ist herzlich eingeladen, sich der Aktion anzuschließen oder Fotos zu machen. Die Aktion findet im Zeitraum von ca. 8 Uhr bis 18 Uhr statt und wird von der Firma dotSource SE aus Jena unterstützt. Zur Langen Nacht der Museen am 24. Mai ist eine weitere Aktion geplant. Tommy Neuwirth wird vor dem erfurtkultur-Laden eine Performance mit der Lichtreklame im Vorfeld der Ausstellung durchführen. Foto: © Tommy Neuwirth

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