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Ulrich Seidel

Ausstellung „Traditionsunternehmen in Erfurt“: Einblick in die Wirtschaftsgeschichte der Stadt
Aktivitäten und Freizeitangebote, Erfurt, Geschichte und Kultur, Kulturelle Veranstaltungen

Ausstellung „Traditionsunternehmen in Erfurt“: Einblick in die Wirtschaftsgeschichte der Stadt

Vom 5. September bis zum 31. Oktober 2024 präsentiert das Stadtarchiv Erfurt die Ausstellung „Traditionsunternehmen in Erfurt – Fotoschätze aus alter Zeit wecken Erinnerungen“. Diese Ausstellung, die auf der kürzlich veröffentlichten Publikation von Ulrich Seidel basiert, einem renommierten Kenner der Erfurter Stadtgeschichte, lädt Besucher auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit ein. Ulrich Seidel, der im Frühjahr 2024 ein gleichnamiges Buch veröffentlichte, nutzt seine umfangreiche Sammlung historischer Fotografien, um die Geschichte traditionsreicher Unternehmen in Erfurt lebendig werden zu lassen. Besucher der Ausstellung können sich auf eine reich bebilderte Darstellung von Unternehmen freuen, die die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt maßgeblich geprägt haben. Namen wie Hagans, Henry Pels, Optima und Funkwerk sind nur einige Beispiele für die traditionsreichen Firmen, die vielen Erfurtern noch gut in Erinnerung sind. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die Eröffnungsveranstaltung am 4. September 2024 um 17:00 Uhr. Im Rahmen der Denkmaltage wird Ulrich Seidel persönlich einige Firmengeschichten vorstellen, die aufgrund redaktioneller Einschränkungen keinen Eingang in die Ausstellung oder das Buch gefunden haben. Interessierte können die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten des Stadtarchivs in der Gotthardtstraße 21 besuchen: Dienstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr. Diese Ausstellung ist nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern für alle, die einen nostalgischen Blick in Erfurts wirtschaftliche Vergangenheit werfen möchten, ein Muss. Erfurt, Ausstellung, Stadtarchiv, Wirtschaftsgeschichte, Traditionsunternehmen, Ulrich Seidel, Fotoschätze, Denkmaltage, Hagans, Henry Pels, Optima, Funkwerk

Carillon-Musik unter freiem Himmel in Erfurt
Erfurt, Geschichte und Kultur, Kulturelle Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten

Carillon-Musik unter freiem Himmel in Erfurt

Am 27. Juli 2024 ab 16 Uhr wird Dr. Gunther Strothmann aus Kiel seine Kunst auf den 60 Bronzeglocken des Erfurter Carillons zu Gehör bringen. Die Buchhandlung Peterknecht stellt zusätzlich zu den vorhandenen Sitzbänken rund um den Bartholomäusturm am Anger Stühle als Sitzgelegenheit auf. Wie immer kann das Geschehen in der Spielkabine des Bartholomäusturmes auf einem Bildschirm im Schaufenster der Buchhandlung live verfolgt werden. Wie alle Carillon-Konzerte in Erfurt wird auch dieses Konzert mit Unterstützung der Geschichtsmuseen Erfurt und des Fördervereins des Stadtmuseums Erfurt finanziert. Durch dieses Engagement bleibt der Musikgenuss für alle Zuhörenden kostenfrei. Über den Carillonneur Dr. Gunther Strothmann war bis Ende 2006 als Arzt in Kiel tätig. Nach dem Abitur in Bremen nahm er u. a. bei Ernst Hörbe (1921 – 2012) Klavier-, Orgel-, Improvisations- und Kompositionsunterricht. Nach dem Medizinstudium in Kiel begann er seine musikalischen Aktivitäten zunächst als konzertierender Organist. 1977 gründete er das Sinfonieorchester Melsdorf, ein Amateurensemble, das als Projektorchester inzwischen auf mehr als 80 Mitspieler angewachsen ist. 1999 gründete Strothmann zusammen mit Michael Stoll das Klassikensemble Kiel, ein Kammerorchester, dessen Leitung er bis 2017 innehatte. Gunther Strothmann gründete darüber hinaus 1977 das Sinfonieorchester Melsdorf. Zwischen 1980 und 2022 leitete er den Rachmaninow-Chor Kiel. Auch das Klassik-Ensemble Kiel geht auf seine Initiative zurück. 1999 wurde das Kieler Carillon im Turm des ehemaligen Kieler Franziskanerklosters mit einem öffentlichen Konzert eingeweiht. Von der Nordelbischen Kirche wurde Strothmann im selben Jahr zum Carillonneur und Kustos des Kieler Glockenspiels ernannt. Konzertreisen führten Gunther Strothmann nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und den USA. Über das Erfurter Carillon Das Carillon im Erfurter Bartholomäusturm, zum Stadtmuseum Erfurt gehörend, ist mit seinen 60 Bronzeglocken den größeren Instrumenten dieser Art in Deutschland zuzuordnen. Die weltweit größten Carillons sind in Kubinka (nahe Moskau, 78 Glocken), Taejon/Südkorea (77 Glocken) und Halle/Saale (76 Glocken). 1979 entwarf der Apoldaer Glockengießer Peter Schilling das Instrument. Die 60 Glocken wurden im selben Jahr im VEB Glockengießerei Apolda gegossen. Das Instrument verfügt über eine Handspieleinrichtung, ein sogenanntes Stockenklavier. Der Carillonneur (Glockenspieler) sitzt vor dem Stockenklavier und drückt mit geballten Fäusten die Tasten des Stockenklaviers nieder. Je kräftiger er dies tut, desto lauter wird der Klang der Glocke. Der Tastaturaufbau ist einer Klaviertastatur ähnlich, jedoch sind die Abstände der Tasten zueinander wesentlich größer. Foto: Stadtverwaltung Erfurt/Vitalik Gürtler

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